Lenzgeiger B, Meyer S, Stark M, Hess M (2026)
Publication Language: German
Publication Type: Journal article
Publication year: 2026
DOI: 10.1007/s42278-026-00276-6
Das sozial-emotionale Erleben spielt eine zentrale Rolle für Lernprozesse im Anfangsunterricht. Während verschiedene Befunde auf enge Wechselwirkungen zwischen kognitiven und sozial-emotionalen Kompetenzen hinweisen, ist bislang wenig darüber bekannt, wie sich das sozial-emotionale Erleben von Grundschulkindern entwickelt und wie Lehrkräfte diese Erfahrungen einschätzen. In einer längsschnittlich angelegten quantitativen Studie mit N = 296 Schülerinnen und Schülern der ersten Jahrgangsstufe und deren 20 Klassenlehrkräften wurden die Emotionen Freude, Angst und Langeweile sowie das soziale Erleben über drei Messzeitpunkte hinweg erfasst. Laut Korrelationsanalysen bestehen nur moderate Zusammenhänge zwischen den Selbst- und Lehrkrafteinschätzungen der Schülerinnen und Schüler. Zudem zeigen Varianzanalysen über den Erhebungszeitraum leichte, aber signifikante Rückgänge bei der Freude und im sozialen Erleben der Kinder. Die Befunde machen die Bedeutung sozialer Eingebundenheit für positive Emotionen deutlich und unterstreichen den Bedarf, Lehrkräfte in ihrer diagnostischen Kompetenz zur Wahrnehmung sozial-emotionaler Prozesse gezielt zu unterstützen.
APA:
Lenzgeiger, B., Meyer, S., Stark, M., & Hess, M. (2026). Wie sich Grundschulkinder in ihrer Klasse fühlen – und was Lehrkräfte wahrnehmen: Sozial-emotionale Entwicklungen im Anfangsunterricht. Zeitschrift für Grundschulforschung. https://doi.org/10.1007/s42278-026-00276-6
MLA:
Lenzgeiger, Barbara, et al. "Wie sich Grundschulkinder in ihrer Klasse fühlen – und was Lehrkräfte wahrnehmen: Sozial-emotionale Entwicklungen im Anfangsunterricht." Zeitschrift für Grundschulforschung (2026).
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