Gender, Queer, Islam: Transregional Reconfigurations of Muslim Pilgrimage

Third party funded individual grant


Start date : 01.04.2026

End date : 31.03.2029

Website: https://www.soziologie.phil.fau.de/gender-queer-islam-transregionale-rekonfigurationen-muslimischer-pilgerinnenschaft/


Project details

Short description

Das Hauptziel des Heisenberg-Forschungsprojekts „Gender, Queer, Islam: Transregionale Rekonfigurationen Muslimischer Pilger*innenschaft“ ist es, verschiedene Formen der Kommensurabilität und Inkommensurabilität von Spiritualität und Queerness in der muslimischen Pilger*innenschaft zu untersuchen.

Queer und muslimisch-Sein wird oft als unmöglich oder als Sünde angesehen – und doch ist die muslimische Pilgerfahrt (Hadsch und die „kleinere“ Umrah) ein globales Phänomen unserer Zeit. Sie ist durch die zunehmende Anzahl von Social-Media-Beiträgen von Schwulen, Lesben oder Transpersonen, die ihre Pilgerfahrt durchgeführt haben, sichtbar geworden und hat dadurch weltweit an Bedeutung gewonnen. Wir leben in Zeiten, in denen Homosexualität in den meisten Golfstaaten mit dem Tod bestraft wird; gleichzeitig werden in Europa selbstorganisiert von Imamen schwule und lesbische Ehen geschlossen. In diesen Zeiten streben queere Muslim*innen durch das Pilgern – die wichtigste Form der Verbindung zu Allah – nach mehr Selbstsicherheit in Bezug auf ihre eigene Identität.

Normalerweise gibt die Vorstellung von geschlechtlicher Binarität den Rahmen für jedes islamische Ritual vor. Auffallend ist, dass die Rituale der Hadsch und Umrah, die in der Heiligen Moschee in Mekka durchgeführt werden, eine Ausnahme von dieser Regel darstellen. Dies sind die einzigen auf der Welt, bei denen die Geschlechter nicht getrennt werden. Dieses Heisenberg-Projekt wirft die Frage auf, ob die Pilgerfahrt das Potenzial hat, dass queere Muslim*innen sich freier entfalten können, auch wenn queere Identifikationen weiterhin verborgen bleiben müssen, da sie als Sünde gelten und gemäß der saudischen wahhabitischen Ideologie bestraft werden.


Scientific Abstract

Das Hauptziel des Heisenberg-Forschungsprojekts „Gender, Queer, Islam: Transregionale Rekonfigurationen Muslimischer Pilger*innenschaft“ ist es, verschiedene Formen der Kommensurabilität und Inkommensurabilität von Spiritualität und Queerness in der muslimischen Pilger*innenschaft zu untersuchen.

Queer und muslimisch-Sein wird oft als unmöglich oder als Sünde angesehen – und doch ist die muslimische Pilgerfahrt (Hadsch und die „kleinere“ Umrah) ein globales Phänomen unserer Zeit. Sie ist durch die zunehmende Anzahl von Social-Media-Beiträgen von Schwulen, Lesben oder Transpersonen, die ihre Pilgerfahrt durchgeführt haben, sichtbar geworden und hat dadurch weltweit an Bedeutung gewonnen. Wir leben in Zeiten, in denen Homosexualität in den meisten Golfstaaten mit dem Tod bestraft wird; gleichzeitig werden in Europa selbstorganisiert von Imamen schwule und lesbische Ehen geschlossen. In diesen Zeiten streben queere Muslim*innen durch das Pilgern – die wichtigste Form der Verbindung zu Allah – nach mehr Selbstsicherheit in Bezug auf ihre eigene Identität.

Normalerweise gibt die Vorstellung von geschlechtlicher Binarität den Rahmen für jedes islamische Ritual vor. Auffallend ist, dass die Rituale der Hadsch und Umrah, die in der Heiligen Moschee in Mekka durchgeführt werden, eine Ausnahme von dieser Regel darstellen. Dies sind die einzigen auf der Welt, bei denen die Geschlechter nicht getrennt werden. Dieses Heisenberg-Projekt wirft die Frage auf, ob die Pilgerfahrt das Potenzial hat, dass queere Muslim*innen sich freier entfalten können, auch wenn queere Identifikationen weiterhin verborgen bleiben müssen, da sie als Sünde gelten und gemäß der saudischen wahhabitischen Ideologie bestraft werden.


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